Die 9 Fundamente sozialer Dominanz
Weg von Einsamkeit und Langeweile, hin
zu Beliebtheit und Action.
Da bist du also und fühlst dich
unzufrieden mit deiner jetzigen Situation. Du willst mehr
Anerkennung, du willst beliebt sein. In dir brennt das
Verlangen, auf die Siegerstraße zu wechseln, zu
faszinieren und gemocht zu werden.
Du hast viel Bewunderung für jene übrige,
die sich in der Menge wie ein Fisch im Wasser fühlen. Ja, wie
schön es doch wäre, geschliffen und clever zu sein.
Charmant wie James Bond, cool ohne Ende und kultiviert. Du hast
dich oft genug gefragt, worin der Unterschied zwischen Menschen
wie dir und diesen Erfolgstypen besteht, welche du insgeheim
oder ganz offen beneidest. Ab und an hat dich die Frustration
mit eisernem Griff gepackt, dich geschüttelt und deine
Selbstachtung erschüttert. Ungerecht ist es, dass du nicht der
geborene Meister der sozialen Künste bist.
Aber halt! Das Jammern kann ein Ende finden.
Jetzt. Sofort. Das menschliche Miteinander basiert nämlich auf
einfachen Regeln und du musst sie nur auswendig lernen. Danach
geht die Post ab. Wie in jeder Sportart musst du anfänglich auf
wackeligen Beinen herumeiern und dich hocharbeiten, doch wie
überall steht es dir mehr als nur offen, dich zur Spitze zu
erheben und über den Rest des Verfolgerfeldes zu lachen, der
angestrengt schnaufend und mit Seitenstechen auf der Strecke
bleibt.
Fangen wir also an, damit es hier nicht langweilig wird. Taten
sind gefragt, keine Theorie.
1. Sich selbst überwinden
Die stärksten Mauern, welche je ein Mensch
erbaut hat, sind jene des eigenen Geistes. Kein Gefängnis ist
dunkler als die eigenen Gedanken, keine Ketten sind reißfester
als jene, mit denen du dich selbst an deine Vergangenheit
bindest, kein Joch schwerer als das selbst auferlegte.
Du bist frei, du hast unendliches Potential.
Mach etwas daraus. Das Problem bei diesem unterfangen kommt
ziemlich einfach gestrickt daher: Du traust dir zu wenig zu. Du
siehst dich selbst als uninteressant und gehemmt und willst
jemand anderer sein.
Als allererstes musst du dir klar machen,
was du willst. Deine Mission lautet, dich im sozialen Gefüge
bis zur Spitze hochzuarbeiten, Freunde zu finden, richtig zu
flirten und erfolgreich zu sein.
Bist du sicher, dass du das willst? Ja? Dann
raff dich verdammt noch einmal auf und mach dir klar, dass
nichts von alledem jemals realer wird als ein Porno auf dem
Bildschirm, wenn du nicht sofort mit der Umsetzung deiner Pläne
beginnst. Das Leben ist viel zu kurz, um sich nicht zu
beeilen.
Es gibt keine Ausrede für mangelnden Erfolg.
Wer nicht erfolgreich ist, ist faul. Basta!
2. Selbstvertrauen verbessern
Was auch immer dir hilft, ist erlaubt. Du
musst nicht aussehen, wie ein verdammter Brad Pitt. Es reicht,
dich ein wenig zu pflegen und dich nicht im Kleiderschrank
deines Vaters herumzutreiben, wenn du ein Outfit aussuchst.
Nimm ab, geh' ins Fitnessstudio, lass dir
einen anständigen Haarschnitt verpassen und zieh dich modisch
an. Bring dein Äußeres auf Vordermann und lass dich nicht
gehen. Frag eine Freundin, einen Freund, irgendwen, der sich
damit auskennt. Weise ist, wer weiß, woher er seine Hilfe
bekommt.
Du musst nicht ultraselbstbewusst sein, um
auf Menschen zuzugehen. Sobald du halbwegs mit Fremden
reden kannst, ohne zu stottern bist du bereit. Sobald du keinen
Selbsthass empfindest, wenn du in den Spiegel schaust, bist du
bereit. Sobald du dich nicht allzu beschissen fühlst, wenn du
an dich selbst denkst, bist du selbstbewusst genug, um dich ins
Getümmel zu stürzen.
3. Mit fremden Menschen sprechen
Gut mit Menschen kann nur werden, wer
Kontakt mit Menschen pflegt. Mach dir da keine Illusionen! Du
musst, wenn du aus dem Haus gehst, mit neuen Menschen sprechen.
Wenn du abends weg gehst und nur mit deinen Kumpels in der Ecke
stehst, bist du die selbe lahme Partie wie eh und je und wirst
das auch für die nächsten 57 Jahre bleiben. Zwei Optionen
stehen zur Verfügung: Suizid aus Verzweiflung oder
Überwindung.
Den Suizid wollen wir so lange es geht
vermeiden, deshalb versuchen wir es zuerst mit dem Tritt in den
eigenen Arsch.
Deine Gedanken und Gefühle bewegen sich
aufgrund der Beschaffenheit der menschlichen Psyche auf engen
Bahnen und wenn du dich anschickst, diese zu verlassen, dann
sträubt sich dein ganzes Wesen dagegen. Du hast Angst, du
fühlst dich klein und unfähig. Du bist nicht motiviert, der
innere Schweinehund grunzt und bellt und in diesem
infernalischen Chaos ziehst du den Schwanz ein und machst, was
du bisher immer gemacht hast, weil du einfach nicht genug Eier
hast, um deinen Willen durchzusetzen.
Deine neue Lebensdevise lautet ab sofort:
Fühle die Angst und die Zweifel und tu' es trotzdem. Das muss
so sein, denn anders wirst du nie etwas ändern können. Du musst
deine neue Doktrin erzwingen und durch jeden Widerstand
durchprügeln!
Immerhin wohnen wir hier nicht auf dem
Planet der Weicheier, sondern auf der Erde. Also steh jetzt
auf, streck den rechten Arm gerade nach vorne, dann lass ihn
zehn bis zwanzig Zentimeter nach links wandern und schließlich
aus dieser Position langsam absinken bis er deinen Körper
wieder berührt. Und jetzt greif zu. Was hast du in der Hand?
Richtig: Deine Eier!
Deine Eier sind ab heute deine treuesten
Begleiter, denn ohne sie wirst du unscheinbar und kläglich
bleiben.
Deine Mission lautet, dass du jedes Mal,
wenn du aus dem Haus gehst, versuchst, mit einem fremden
Menschen ein Gespräch anzufangen.
Nein, Mann! Hör auf rumzumeckern und
Entschuldigungen zu suchen, warum das nicht geht. Mir ist es so
etwas von scheißegal, wenn du nicht weißt, was du sagen sollst.
Es geht darum, es zu lernen.
Bereite dich vor, überlege dir, was du zum Menschen an der
Kasse im Supermarkt sagen kannst. Sprich mit dem Metzger oder
der Frau vor dir an der Kasse. Menschen sprechen miteinander.
Das tun sie einfach, weil sie es können. Und ja, sie reden viel
Schwachsinn.
Erliege nicht dem Fehler zu glauben, du
müsstest immer etwas qualitativ Hochwertiges von dir geben. Es
reicht, sich über das Wetter auszulassen.
Also: Jedes Mal, wenn du rausgehst, sprichst
du mit jemandem. Mach es dir zur Gewohnheit, dass du immer und
überall mit Fremden redest oder es zumindest versuchst. Nicht
jeder wartet nur darauf, von dir angesprochen zu werden. Dir
soll das allerdings egal sein, denn du findest es nur heraus,
wenn du dich ins Getümmel stürzt und damit beginnst, deine
Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern.
4. Was sollst du tun, wenn du
abblitzt?
Wer vom Pferd fällt, muss sich den Staub von
der Hose klopfen und wieder aufsteigen. Also: Weitermachen.
Sich ein anderes „Opfer“ suchen.
Du sprichst nicht mit Leuten, um SIE zu
erfreuen, sondern befriedigst DEINE BEDÜRFNISSE! Menschen, egal
welche, sind deine Traininsgpartner. Wer nicht will, wird
ersetzt.
5. Was soll man sagen?
Du musst keinen Orden in Kreativität
besitzen, um mit anderen Menschen sprechen zu können. Sei
einfach halbwegs normal, schau nicht aus wie ein Vergewaltiger
und schwärm nicht über deine Pornosammlung.
Meide kontroverse Themen wie Religion,
Politik und andere Dinge, welche die Gemüter erhitzen. Lässt es
sich nicht vermeiden, über diese leidigen Bereiche unseres
Lebens zu diskutieren, dann halt dich zumindest mit extremen
Positionen zurück. Wenn du ein Zeuge Jehova bist, dann machst
du dir mit deinen Missionierungsversuchen wenig Freunde, also
halt die Klappe, wenn du gemocht werden willst.
Wenn du ein Nazi bist, dann kommst du auch
nicht gerade gut an. Du lebst dafür in der falschen Zeit. Du
verstehst sicher, worauf ich hinaus will: Wenn ein Thema von
seiner Beschaffenheit her dazu geeignet ist, die Leute zu
polarisieren, solltest du deine Fingerchen davon lassen, wenn
du die Gefahr eines Streites minimieren willst.
Der simpelste Weg aller Wege ist es, ganz
primitive Fragen zu stellen, um neue Menschen kennen zu
lernen.
Auf einer Party gehst du hin, sagst „Hallo“,
stellst dich vor und fragst dann einfach, wie die anderen
heißen, was sie beruflich machen, wie es ihnen hier
gefällt.
Damit du in solchen Situationen genügend zu
quatschen hast und nicht verzweifelt nach Luft schnappen musst
wie ein sterbender Fisch am Strand, sollst du dir in der
Behaglichkeit deines eigenen Heimes überlegen, was du in
Zukunft alles fragen und sagen kannst.
Das mag sich jetzt dumm anhören, aber wer
zieht schon unvorbereitet in einen Krieg? Natürlich kannst du
eines Tages auch improvisieren, aber wieso solltest du die
Stützrädchen nicht an dein Fahrrad montieren und dir somit
viele Schmerzen ersparen?
Also, schreib deine Liste!
6. Freundlich sein und Interesse
zeigen
Es ist ganz einfach, Kontakte zu knüpfen:
Sei offen und freundlich und interessiere dich für dein
Gegenüber. Man mag es einfach, wenn man sich so fühlt, als wäre
man wichtig und als wäre das, was man erzählt relevant.
Dein Ziel ist es also, den Menschen stets
mit Interesse zu begegnen, auch wenn es geheuchelt ist. Da
nicht jeder ein Brunnen der Inspiration und des Humors sein
kann, musst du oft genug mit Standardthemen und
Standardlebensgeschichten Vorlieb nehmen – doch gib jedem stets
das Gefühl, etwas Besonderes für dich zu sein. Wie? Sei
freundlich und zeig Interesse. Erzähl von dir, doch ermuntere
das Gegenüber immer wieder, mehr von sich preiszugeben.
Das erzeugt eine Art emotionale Verbindung.
Ihr teilt dann etwas. Es schweißt euch zusammen. Es
funktioniert oft sehr schnell.
Lerne einfach zuzuhören und die richtigen
Fragen zu stellen. Wenn jemand zuhören kann, lieben ihn die
Leute.
Leg dir jedoch ein paar Geschichten, ein
paar Themen und so weiter parat, um Gesprächen neue Impulse zu
verschaffen, falls sie einzuschlafen drohen.
Du siehst also, du musst nicht kreativ sein.
Kommunikation ist ein Handwerk und du musst dein Werkzeug dabei
haben. Du musst gerüstet sein. Also rüste dich.
Setz' dich hin und überlege dir Themen und
Geschichten aus deinem Leben, die du in einer geselligen Runde
zum Besten geben kannst. Dabei schadet es auch nicht, ein wenig
an deiner Gestik und Mimik sowie an deiner Tonalität zu
arbeiten.
7. Leute verbinden, Aktivitäten
organisieren
Sobald du ein paar neue Leute kennen gelernt
hast, beginnt die Aufwärtsspirale. Du hast die einzigartige
Chance, dich als soziales Bindeglied zu etablieren. Dadurch,
dass dein Bekanntenkreis wächst wie die chinesische Wirtschaft
bist du ständig informiert, welche Party wo steigt. Du kannst
gar nicht anders.
Nehmen wir an, du kennst die Leute A, B, C,
D und E. A sagt dir, dass in einer alten Lagerhalle ein Rave
steigt. Du gibst diese wertvolle Information an B,C,D und E
weiter. Selbstverständlich gibst du auch die Informationen von
B,C,D und E weiter. Somit bist du immer derjenige, der die
Finger drin hat.
Trommle Kumpels zusammen, um wegzugehen.
Lade ein und werde eingeladen. So lernst du beständig neue
Menschen kennen, wirst noch öfter eingeladen und kannst noch
mehr Informationen verschieben.
8. Kontakte pflegen und Energie
investieren, Leute motivieren
Es kann mitunter extrem schnell gehen, dass
das soziale Netz riesig wird. Und dann beginnt die Arbeit. Du
musst deine Kontakte pflegen, du musst die verschiedenen Leute
und Gruppen zusammenbringen. Du musst organisieren, wohin man
geht, du musst wissen, was angesagt ist. Motiviere dein
Umfeld.
Lade Leute auf Facebook zu Unternehmungen
ein, verschick Ketten-SMS, organisiere früh genug. Am besten
fragst du schon montags, wer denn am Freitag mit in das neue
Sushi-Lokal geht. Du hast den Besuch und das Programm danach
schon geplant. Aktiviere alle, die du kennst und du wirst nie
wieder ohne Begleitung sein.
Selbstverständlich wirst du nie alle
motivieren können. Darum geht es aber auch nicht. Der Punkt
ist, vielen Menschen viele Aktivitäten vorzuschlagen, Pläne zu
entwerfen, zu wissen, welcher Laden angesagt ist und die
Menschen zusammenzubringen.
Dabei darfst du nie vergessen, dass jeder
Fremde ein Freund ist, den du noch nicht kennst. Also niemals
aufhören, Freunde anzusprechen.
So wird dein Freundeskreis exponentiell
wachsen, denn jeder Freund hat wieder Freunde, die du in dein
Netz eingliedern kannst.
Und das einzige, was du dafür tun musst:
Beginnen!
9. Was hast du davon?
Wer beliebt ist, ist erfolgreich. Wer viele
Leute kennt, hat das, was man in der Psychologie „Social Proof“
nennt.
Kurz erklärt: Wenn du beliebt bist, denken
Fremde, dass du ein geiler Typ sein musst, sonst wärst du nicht
beliebt. Vor allem bei Frauen der absolute Bringer!
All diese Themen werden auch in meinem Buch
"Grenzenloses
Selbstvertrauen" behandelt.
Copyright: Text: Alexander
Heinz, Tobias Weddinger
Foto: Hank Grebe
(mediaspin.com) |
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